papierspeints
Seit 2008 ist papierspeints Frankreichs führende Online-Adresse für hochwertige Tapeten und Wanddekoration. Wir haben den Shop von einer gewachsenen Custom Solution auf Shopware 6 migriert, alle gewohnten Features übernommen und automatisches SEO für Kategorien und Filter umgesetzt. So pflegt das kleine Team den Shop heute deutlich effizienter.
Replatforming einer gewachsenen Custom Solution mit einem Lastenheft von über 100 Seiten
Migration von rund 80.000 Produkten samt Kundendaten, Bestellungen und Historie
Automatische Meta-Titles, Meta-Descriptions und Kategorietexte für viele Kategorien und Filterkombinationen
Ein sehr kleines Team (2–3 Personen), das zuvor viel von Hand pflegen musste
Shopware 6 mit allen gewohnten Features, darunter Musterbestellung, Coordinated Products und Teaser, die sich an Filter anpassen
Dynamische SEO-Inhalte über Snippets im CMS statt manueller Pflege je Kategorie
Kundendaten, Bestellungen und Historie in rund vier Wochen migriert
Technologien in diesem Projekt
Der Stack hinter Frankreichs führendem Onlineshop für hochwertige Tapeten.
Eine Feed-Management-Plattform, die Produktkataloge für Marktplätze, Preisvergleiche und Shopping-Anzeigen aufbereitet. Für papierspeints verteilt Lengow den Katalog mit rund 80.000 Produkten ohne manuelle Pflege an weitere Vertriebskanäle.
Bei einer Custom Solution steckt der Teufel im Detail
papierspeints ist seit 2008 Frankreichs führende Online-Adresse für hochwertige Tapeten und ist von einer gewachsenen Custom Solution auf Shopware 6 umgezogen, mit rund 80.000 SKUs und einem sehr kleinen Team. Projektleiter Duy Pham über ein Lastenheft mit über 100 Seiten, automatisches SEO für Kategorien und Filter und darüber, was eine Shopware Agentur beim Replatforming leisten muss.
papierspeints kam von einer Custom Solution. Warum fiel die Wahl auf Shopware und nicht auf Shopify oder Magento?
Der bisherige Shop basierte auf einer Custom Solution. Beim Replatforming mussten also alle vorhandenen Features mit umziehen, und entsprechend viele individuelle Anforderungen gab es. Möglich wäre das grundsätzlich auf allen Plattformen gewesen. Shopify wäre bei diesem Umfang an Custom Features aber schnell an Grenzen gestoßen, deshalb fiel die Entscheidung gegen Shopify früh.
Magento war länger im Rennen, individuelle Lösungen wären dort genauso möglich gewesen. Den Ausschlag für Shopware gab am Ende die modernere Bedienung: Das Team von papierspeints ist sehr klein, und die Oberfläche von Shopware hat schnell überzeugt.
Hinzu kamen Synergien: Eine Partneragentur brachte Shopware-Erfahrung aus dem Tapeten-E-Commerce mit, und einige bewährte Features aus einem Partnershop haben wir übernommen und portiert. Davon hat papierspeints direkt profitiert.
Was hätte gegen Shopware gesprochen?
Die größte Sorge war, ob sich alle Anforderungen umsetzen lassen. Der alte Shop war eine gewachsene, sehr umfangreiche Custom Solution. Der Shop-Owner befürchtete, dass Shopware seine Wünsche nicht, nicht exakt oder nur mit starken Einschränkungen abbilden kann. Wären die Anforderungen nicht machbar gewesen, hätte das klar gegen Shopware gesprochen.
Gelöst haben wir das mit ausführlichen Workshops. Das Lastenheft hatte über 100 Seiten, und wir sind es mit dem Shop-Owner mehrfach Punkt für Punkt durchgegangen. Als Shopware Agentur mussten wir für jede kritische Anforderung zusichern, dass sie ohne große Abstriche umsetzbar ist. Diesen Aufwand erlebst du selten, aber genau er hat die Entscheidung abgesichert.
Wie lief die Migration zu Shopware ab?
Wir hatten Zugang zum bisherigen Shop. So konnten wir die Features aus Anwendersicht anschauen, und das Entwicklerteam konnte sich damit vertraut machen. Dazu kamen viele Gespräche mit dem Kunden, denn der Teufel steckte im Detail. Wer jahrelang mit einem System arbeitet, hält vieles für selbstverständlich, was in Shopware kein Standard ist.
Ein großer Hebel war der Zugang zum Quellcode. Das ist nicht selbstverständlich. Viele Detailfragen konnten wir so schon vorab klären und gezielt in die Termine mit dem Kunden mitnehmen. Was weder aus den Gesprächen noch aus dem Code hervorging, haben wir direkt in der Datenbank nachgesehen.
Danach lief alles sehr operativ: regelmäßige Termine mit dem Kunden, eng getaktete Iterationen und Feedbackschleifen, dazu Sprint Reviews, in denen wir jede Umsetzung gezeigt haben. Projekt- und Anwenderdokumentation halfen dem Kunden beim Testen und bei der Abnahme. Das war zeitintensiv, aber genau das hat das Projekt erfolgreich gemacht.
Für die Migration von Kunden und Bestellungen haben wir die Daten aus dem alten System gemappt: Welche Felder braucht Shopware, damit Bestellungen migriert werden können, und welche gibt es im alten Shop? Weil der Kunde jeden Zugang sofort bereitgestellt hat, lief das deutlich einfacher als üblich.
Wie lange hat die Migration gedauert?
Kundendaten, Bestellungen und Historie gingen schnell: etwa zwei Sprints, also vier Wochen, plus rund zwei Wochen Vorbereitung. Weil wir mit den Originaldaten arbeiten konnten, ließ sich das Mapping gut vorbereiten, und Kundendaten, Historie, Bestellungen und Produkte liefen sauber durch.
Aufwendiger ist bei jedem Wechsel auf ein neues System der Content. Content-Migration lässt sich nicht immer automatisieren. Ratgeberseiten und andere Content-Seiten mussten zum großen Teil von Hand übertragen werden, und das hat bis zu drei Monate gedauert. Das hing weniger an der Technik als an der Zeit: Das Team von papierspeints ist klein und hatte parallel viele weitere Aufgaben.
Was war die größte technische Herausforderung, und wie habt ihr sie gelöst?
Das automatische SEO-Management für Kategorien und Filter. Der Shop hat sehr viele Kategorien und rund 80.000 SKUs, und Kunden filtern darin nach Farbe, Stil und vielen weiteren Attributen. papierspeints wollte Meta-Titles, Meta-Descriptions und Kategoriebeschreibungen nicht für jede Kategorie von Hand pflegen. Sie sollten automatisch entstehen und sich an die gesetzten Filter anpassen.
Ein Beispiel: Ohne Filter steht in der Beschreibung „Alle Tapeten“, die Meta-Description lautet etwa „Entdecke unsere Tapetenkollektion“. Filtert jemand nach Blau, wird daraus „Blaue Tapeten“ und „Blaue Tapeten bei [Shop] kaufen“. Das gilt für viele Datenpunkte gleichzeitig: Kategorie-ID, Kategoriename, Meta-Title, Meta-Description, SEO-Keywords und die Verschachtelung der Kategorieebenen.
Gelöst haben wir das mit dynamischen Snippets im CMS-Content. Admins können diese dynamischen Inhalte in allen CMS-Seiten wiederverwenden. Klingt einfach, war bei dieser Menge an Kategorien und Filtern aber eine echte Herausforderung. Der Kunde hat alles getestet und abgenommen.
Was habt ihr an Shopware erweitert, das der Standard nicht abdeckt?
Weil der alte Shop eine Custom Solution war, wollte papierspeints keines der gewohnten Features verlieren. Ein Überblick:
Dynamischer Content auf der Kategorieseite: Banner, Hero und Carousel passen sich an die Filter an. Wer nach Blau filtert, sieht einen blauen Teaser mit passendem Text, bei Rot einen roten. Das gibt es in Shopware im Standard nicht.
Dynamische SEO-Titles und Meta-Descriptions je nach Filterauswahl.
Optimierter Produkt-Import und -Export, einfacher in der Bedienung.
Musterbestellung: Für viele Tapeten gibt es ein Muster, das Kunden direkt auf der Produktseite kostenlos in den Warenkorb legen können.
Coordinated Products: Produkte, die zueinander passen, ähnlich einem Related-Carousel, mit angepassten CMS-Komponenten.
Angepasste USPs im Footer, Produkt-Downloads und Darstellung der Produktvarianten.
B2B: angepasstes Shopping-List-Widget, Quote Management und Bestellhistorie.
Vieles davon ist in Shopware grundsätzlich möglich, aber nicht so spezifisch, wie papierspeints es brauchte. Und das sind nur einige der Anpassungen.
Wie groß war das Team, und über welchen Zeitraum lief das Projekt?
Das Team war schlank: je eine Person für Backend, Frontend und QA, dazu die Projektleitung. Kickoff mit dem Kunden war am 9. Juli 2025, der Go-live war für Mitte Januar 2026 geplant. Das Projekt war sportlich.
Technisch hätten wir den Termin gehalten. Live gegangen sind wir rund acht Wochen später, im März 2026. Beim Replatforming kommen auf den Kunden neben der Entwicklung viele eigene Aufgaben zu: Content migrieren, Produktdaten anpassen, SEO- und Marketingthemen übernehmen. Bei einem kleinen Team verschiebt sich der Termin dann mit. Das ist bei solchen Projekten eher die Regel als die Ausnahme.
Was nimmst du aus dem Projekt für künftige Shopware-Projekte mit?
Vor allem, wie sehr sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden auszahlt. Durch regelmäßige Iterationen und Feedbackschleifen kam der neue Shop Schritt für Schritt genau dort an, wo papierspeints ihn haben wollte: mit allen gewohnten Features, nur auf einer modernen Plattform.
Diese Erfahrung nehmen wir in die nächsten Projekte mit. Kommt ein Kunde von einer Custom Solution, investieren wir noch mehr Zeit in die Anfangsphase: Details der alten Lösung, gewünschtes Ergebnis und erwartetes Verhalten halten wir gemeinsam fest, bevor die Umsetzung startet. Custom-Wünsche, die der Shopware-Standard nicht abdeckt, erfassen wir direkt zu Beginn im Detail. So wird die Umsetzung noch planbarer, und beide Seiten sparen sich Abstimmungsrunden.
Shopware-Projekt geplant?
Du willst von einer Custom Solution auf Shopware wechseln, ohne auf gewohnte Features zu verzichten? Als zertifizierte Shopware Agentur und Gold Partner begleiten wir Replatforming-Projekte von der Anforderungsanalyse bis in den laufenden Betrieb.
Benedikt Merl
Director Partnerships & Growth