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Zwischen KI, Customer Experience und Plattformstrategie: Unsere wichtigsten Erkenntnisse von der K5 2026

Events · · 5 Min. Lesezeit
Simone - Senior Marketing Manager
Autor Simone Senior Marketing Manager

A large crowd attends a tech conference in a dimly lit auditorium, facing a stage with bright blue lighting and "K5" displayed prominently.

Die K5 gehört seit Jahren zu den wichtigsten Veranstaltungen für den digitalen Handel im deutschsprachigen Raum. Auch 2026 war die Konferenz wieder ein Treffpunkt für Händler, Marken, Technologieanbieter und digitale Entscheider. Wer durch die Hallen lief oder den Diskussionen auf den Bühnen zuhörte, merkte schnell: Die Herausforderungen im Commerce werden nicht kleiner. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten – insbesondere durch Künstliche Intelligenz, veränderte Kundenanforderungen und moderne Plattformarchitekturen. Für uns war die K5 deshalb vor allem eines: eine gute Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Erfahrungen auszutauschen und einen Blick darauf zu werfen, welche Themen Unternehmen in den kommenden Jahren besonders beschäftigen werden. Welche Themen haben die K5 2026 geprägt? Welche Entwicklungen werden Commerce-Teams in den kommenden Monaten beschäftigen? Und welche strategischen Konsequenzen ergeben sich daraus für Unternehmen? Hier sind die fünf Erkenntnisse, die wir von der K5 2026 mitgenommen haben.

1. KI wird vom Experiment zum Betriebssystem

Wenn es ein Thema gab, das auf der K5 2026 allgegenwärtig war, dann war es KI.

Der Unterschied zu den vergangenen Jahren war jedoch deutlich spürbar. Vor einem Jahr wurde vor allem über Potenziale gesprochen. Heute drehen sich die Gespräche um konkrete Anwendungsfälle und messbare Ergebnisse.

Besonders häufig ging es um:

  • AI Agents

  • Automatisierung von Geschäftsprozessen

  • Produktdatenmanagement

  • Content-Erstellung

  • Kundenservice

  • Suche und Discovery

  • Personalisierung

Dabei hat sich auch die Diskussion verändert. Die spannende Frage lautet nicht mehr, ob Unternehmen KI einsetzen sollten. Stattdessen wird immer häufiger darüber gesprochen, wo KI echten Mehrwert schafft und wie sie sinnvoll in bestehende Prozesse integriert werden kann.

Gerade das Thema Agentic Commerce war auf vielen Bühnen präsent. Gemeint sind KI-Systeme, die nicht nur Empfehlungen aussprechen, sondern eigenständig Aufgaben übernehmen und Entscheidungen vorbereiten oder sogar ausführen können.

Für Commerce-Teams bedeutet das: KI entwickelt sich zunehmend von einem Werkzeug zu einer zentralen Plattformkomponente.

2. Customer Experience wird vielfältiger – und deutlich komplexer

Customer Experience war auf der K5 2026 zwar kein neues Thema. Trotzdem zog es sich wie ein roter Faden durch viele Vorträge und Gespräche.

Der Unterschied zu früher: Customer Experience wird zunehmend vielschichtiger.

Noch vor einigen Jahren lag der Fokus häufig auf Design, Usability oder Conversion-Optimierung. Heute entsteht Kundenerlebnis an deutlich mehr Stellen entlang der gesamten Customer Journey.

Dazu gehören unter anderem:

  • personalisierte Inhalte

  • intelligente Produktempfehlungen

  • KI-gestützte Interaktionen

  • konsistente Markenerlebnisse über verschiedene Kanäle

  • schnelle und relevante Informationsbereitstellung

  • vertrauenswürdige digitale Erlebnisse

Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Kunden kontinuierlich. Sie vergleichen nicht mehr nur mit direkten Wettbewerbern, sondern mit den besten digitalen Erlebnissen, die sie überhaupt kennen.

Dadurch wird Customer Experience zunehmend zu einer Disziplin, die Technologie, Daten, Prozesse und Markenführung miteinander verbindet.

Unsere Beobachtung auf der K5: Die Unternehmen, die aktuell besonders erfolgreich sind, denken Customer Experience nicht als einzelnes Projekt, sondern als kontinuierliche strategische Aufgabe.

3. Die Customer Journey verteilt sich auf immer mehr digitale Touchpoints

Ein weiteres zentrales Thema der K5 2026 war die Frage, wo Kaufentscheidungen künftig eigentlich entstehen.

Die Antwort wird zunehmend komplexer.

Der eigene Shop bleibt zwar ein wichtiger Bestandteil des digitalen Handels. Gleichzeitig verlagern sich immer mehr Touchpoints in externe Ökosysteme.

Besonders häufig wurde über folgende Entwicklungen gesprochen:

  • Social Commerce

  • Creator Economy

  • Community-getriebene Kaufentscheidungen

  • AI Driven Commerce

  • GEO Commerce (Generative Engine Optimization)

Gerade AI Driven Commerce verändert aktuell die Art, wie Nutzer Produkte entdecken. Empfehlungen entstehen zunehmend durch KI-Assistenten, intelligente Suchsysteme und automatisierte Einkaufsprozesse.

Parallel dazu gewinnt GEO Commerce an Bedeutung. Produkte müssen künftig nicht nur für klassische Suchmaschinen sichtbar sein, sondern auch für generative KI-Systeme, die Kaufentscheidungen und Produktempfehlungen beeinflussen.

Unsere wichtigste Erkenntnis: Der Shop bleibt relevant. Aber er ist immer seltener der Ort, an dem die Customer Journey beginnt.

Für Unternehmen bedeutet das, Commerce deutlich stärker kanalübergreifend und plattformunabhängig zu denken.

4. Warum moderne Commerce-Architekturen zum Business-Thema werden

Für uns war dies wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis der gesamten Veranstaltung.

Denn viele der diskutierten Trends führen letztlich zu derselben Herausforderung: Unternehmen müssen deutlich schneller auf Veränderungen reagieren können.

Neue KI-Anwendungen entstehen im Monatsrhythmus.

Neue Vertriebskanäle gewinnen an Bedeutung.

Kundenerwartungen verändern sich kontinuierlich.

Und Geschäftsmodelle entwickeln sich weiter.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie schnell kann eine Organisation auf diese Veränderungen reagieren?

Aus unserer Projekterfahrung hängt die Antwort häufig weniger von einzelnen Features ab als von der zugrunde liegenden Plattformarchitektur.

Moderne Commerce-Plattformen benötigen heute:

  • API-First-Ansätze

  • starke Integrationsfähigkeit

  • modulare Systeme

  • flexible Erweiterbarkeit

  • eine langfristig skalierbare Architektur

Deshalb standen auch Themen wie Composable Commerce, Best-of-Breed-Ansätze und moderne Plattformstrategien auf vielen Bühnen im Mittelpunkt.

Wer Innovationen schnell umsetzen möchte, braucht eine technologische Grundlage, die Veränderungen ermöglicht statt verhindert.

Genau hier sehen wir aktuell bei vielen Unternehmen die größte strategische Hebelwirkung.

5. Die Gespräche zwischen den Sessions waren oft genauso spannend wie die Vorträge

So wertvoll die Bühnenbeiträge auch waren – viele der interessantesten Erkenntnisse entstanden für uns in den Gesprächen dazwischen.

Ob beim Kaffee, auf den Fluren oder bei den Abendveranstaltungen: Viele Unternehmen beschäftigen aktuell ähnliche Fragen.

Besonders häufig haben wir folgende Themen gehört:

  • Wie lässt sich KI sinnvoll in bestehende Prozesse integrieren?

  • Wie können Legacy-Systeme modernisiert werden?

  • Wie verkürzt man die Time-to-Market?

  • Wie arbeiten Fachbereiche und IT erfolgreicher zusammen?

  • Welche Technologieentscheidungen sind langfristig tragfähig?

Dabei wurde deutlich: Commerce-Verantwortliche suchen aktuell weniger nach dem nächsten Hype und stärker nach Orientierung.

Technologieentscheidungen werden zunehmend strategisch bewertet. Unternehmen wollen verstehen, welche Investitionen langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen und welche lediglich kurzfristigen Trends folgen.

Genau deshalb sind Veranstaltungen wie die K5 so wertvoll. Sie schaffen Raum für Austausch, Perspektiven und ehrliche Diskussionen über die Herausforderungen moderner Commerce-Organisationen.

In eigener Sache: Nominiert für den K5 Commerce Award

Die K5 hatte für uns in diesem Jahr noch ein weiteres Highlight. Wir waren beim K5 Commerce Award in der Kategorie Agentur des Jahres nominiert.

Für den Sieg hat es am Ende zwar nicht gereicht. Trotzdem sind wir stolz auf die Nominierung — immerhin gehören wir zu den Top 5 Agenturen.

Für uns ist es vor allem eine Anerkennung der Arbeit unseres Teams, unserer Kunden und der gemeinsamen Projekte, die wir in den vergangenen Jahren umsetzen durften.

Deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen, um Danke zu sagen – an unsere Kunden für das Vertrauen, an unsere Partner für die Zusammenarbeit und natürlich an unser Team für die Leidenschaft und Expertise, die jeden Tag in unsere Projekte fließen.

Manchmal ist schon die Nominierung eine schöne Bestätigung, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Fazit:

Der Commerce wird intelligenter, komplexer und strategischer

Der K5 2026 Rückblick zeigt vor allem eines: Die großen Themen des digitalen Handels hängen enger zusammen als je zuvor.

KI verändert Prozesse und Geschäftsmodelle. Customer Experience entwickelt sich weiter. Die Customer Journey verteilt sich auf immer mehr digitale Touchpoints. Und moderne Commerce-Architekturen werden zur Grundlage für zukünftige Innovationen.

Für Commerce-Verantwortliche entsteht daraus eine klare Aufgabe: Technologieentscheidungen müssen heute nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch genügend Spielraum für zukünftige Entwicklungen schaffen.

Wer Plattformstrategie, Customer Experience und KI zusammendenkt, schafft die Voraussetzungen, um auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu wachsen.

Wir sind gespannt, welche dieser Entwicklungen wir auf der K5 2027 wiedersehen werden – und welche neuen Themen bis dahin hinzukommen.