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Shopware: das Shopsystem für B2B und B2C aus Deutschland

Shopware ist eine Open-Source-E-Commerce-Plattform der shopware AG aus Schöppingen. Sie ist das System, auf dem wir den Großteil unserer Commerce-Projekte bauen – vom mittelständischen Markenshop bis zur B2B-Plattform mit sechsstelligen Artikelzahlen. Diese Seite erklärt, wie Shopware technisch aufgebaut ist, welche Betriebsmodelle es gibt und für welche Vorhaben sich das System rechnet.

Was Shopware ist – und was nicht

Shopware 6 ist ein vollständiges Shopsystem: Produktdatenverwaltung, Storefront, Checkout, Content-Management, Regelwerk, Auswertung. Der Kern ist Open Source unter MIT-Lizenz und steht als kostenlose Community Edition zum Download bereit. Die kostenpflichtigen Pläne bauen auf genau diesem Kern auf und ergänzen ihn um Funktionen und Herstellersupport.

Was Shopware nicht ist: ein Baukasten, den du in einem Nachmittag live schaltest. Sobald Warenwirtschaft, Preislogiken oder ein gewachsener Artikelstamm im Spiel sind, wird aus der Shop-Einführung ein Integrationsprojekt. Genau dafür arbeitest du mit einer Shopware Agentur – nicht für das Einrichten eines Themes.

Die technische Basis

Shopware 6 ist ein PHP-System auf Basis des Symfony-Frameworks, mit MySQL beziehungsweise MariaDB als Datenbank. Drei Punkte sind für Architekturentscheidungen relevant.

Jede Funktion ist über APIs erreichbar. Die Store API bedient das Frontend und alle kundenseitigen Kanäle, die Admin API die Verwaltung und angebundene Systeme wie ERP, PIM oder CRM. Das ist keine nachträglich angeflanschte Schnittstellenschicht, sondern der Weg, auf dem auch die mitgelieferte Storefront selbst arbeitet.

Shopware Betriebsmodelle im Vergleich

Shopware lässt sich auf drei Arten betreiben. Die Wahl hängt davon ab, wie viel Kontrolle du über Infrastruktur und Code brauchst – und wie viel Betriebsaufwand du selbst tragen willst.

SaaS: Shopware in der Cloud

Shopware betreibt Software und Infrastruktur, Updates laufen automatisch. Erweiterungen entstehen als Apps statt als Plugins. Passt für einen schnellen Start mit überschaubarem Individualisierungsbedarf.

PaaS: verwaltete Infrastruktur

Shopware stellt eine verwaltete Cloud-Infrastruktur bereit, du behältst vollen Zugriff auf den Code und kannst Plugins einsetzen. Deployments laufen über Git. Der Mittelweg zwischen Kontrolle und geringem Betriebsaufwand.

Self-Hosting: volle Kontrolle

Du betreibst Shopware auf eigener Infrastruktur oder bei einem Hosting-Partner – mit der Community Edition oder einem kostenpflichtigen Plan. Maximale Freiheit bei Code, Plugins und Datenhaltung, dafür liegen Patch-Level, Backups und Monitoring bei dir oder deinem Dienstleister.

Editionen und Lizenz

Zusätzlich zum Betriebsmodell wählst du die Edition: die kostenlose Community Edition oder einen der kostenpflichtigen Pläne Rise, Evolve und Beyond, die Funktionen und Herstellersupport ergänzen. Die Lizenz orientiert sich am Bruttowarenwert (GMV).

Funktionen, die in Projekten den Unterschied machen

Erlebniswelten

Das integrierte CMS. Redakteure bauen Landingpages und Kategorie-Layouts per Drag-and-drop, ohne Entwicklertickets.

Rule Builder

Bedingungen für Preise, Versandarten, Zahlarten und Sichtbarkeiten. Kundengruppenpreise und Staffelungen laufen hierüber statt über Sonderentwicklung.

Flow Builder

Automatisierung entlang von Shop-Ereignissen: Bestellstatus, E-Mails, Übergaben an Drittsysteme.

B2B Components

Firmenkonten mit Rollen, Budgets, Freigabeprozessen, Angebotsfunktion und Schnellbestellung.

Shopware Analytics

Auswertung im System, ohne dass jede Kennzahl aus einem externen Tool kommen muss.

Shopware Intelligence / Copilot

KI-Assistenz direkt in der Administration, etwa für Inhalte und Produktpflege.

Laptop showing a B2B quick order form with customer-specific prices, next to a card with tiered prices for a business customer

Shopware im B2B

Der stärkste Grund für Shopware ist derzeit B2B. Kundenindividuelle Preise, Artikelstämme im sechsstelligen Bereich, Freigabe-Workflows und eine belastbare ERP-Anbindung decken die B2B Components zusammen mit dem Rule Builder ab – Funktionen, für die du in anderen Systemen Erweiterungen zukaufst oder selbst baust.

Der Aufwand verlagert sich damit dorthin, wo er hingehört: in die Datenqualität und die Schnittstellen. Wie wir Migration, Anbindung und Betrieb aufsetzen, findest du ausführlich bei den Leistungen unserer Shopware-Experten.

Before-and-after comparison: an outdated online shop on a small laptop and a rebuilt outdoor shop on a larger laptop

Migration: Shopware 5, Magento und andere Systeme

Der Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6 ist kein Update, sondern eine Neuimplementierung mit Datenübernahme – die Systeme teilen keine gemeinsame Codebasis. Shopware liefert dafür ein Migrationswerkzeug, das Artikel, Kategorien, Kunden und Bestellungen überträgt. Dasselbe Werkzeug bedient auch den Umstieg von Magento.

Was es nicht überträgt: Templates, Plugin-Logik und alles, was über die Jahre in Sonderentwicklungen gewandert ist. Genau dort entstehen Aufwand und Risiko einer Migration – und genau dort lohnt eine ehrliche Bestandsaufnahme vor dem Projektstart.

Dark laptop showing an online shop's system status: updates, backup, monitoring, TLS certificate and a response time chart

Sicherheit, Hosting und Compliance

Die Hosting-Umgebungen von Shopware erfüllen SOC 2 Typ II, das Unternehmen ist nach ISO 27001 zertifiziert und DSGVO-konform aufgestellt. Daten werden im Ruhezustand mit AES-256 verschlüsselt, die Übertragung läuft über TLS. Die KI-Infrastruktur des Copilot wird in europäischen Rechenzentren betrieben.

Im Self-Hosting gilt das nur für die Software, nicht für deinen Betrieb: Patch-Level, Backups und Monitoring bleiben deine Verantwortung – oder die deines Dienstleisters.

Für wen Shopware sich lohnt

Shopware passt, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Du verkaufst B2B, B2C oder beides aus einem System heraus.

  • Deine Preis- und Sortimentslogik ist zu komplex für ein reines SaaS-Shopsystem.

  • Du brauchst ein ERP-, PIM- oder CRM-Backend produktiv angebunden, nicht nur exportiert.

  • Datenhoheit und Hosting in Europa sind eine harte Anforderung.

  • Du willst Frontend und Backend perspektivisch entkoppeln können, ohne heute schon headless zu gehen.

Wenn du mit zwanzig Artikeln und ohne Backend-Anbindung startest, ist Shopware überdimensioniert. Das sagen wir im Erstgespräch auch so.

ERP, PIM and CRM connected to a B2B shop on a laptop and a B2C shop on a smartphone, linked by a blue brushstroke

Shopware Erfolgsgeschichten

Entdecke, wie wir technische Komplexität in erstklassige Einkaufserlebnisse für unsere Kunden verwandeln.

Shop Usability Award Nominiert Badge

Praxisdienst

Praxisdienst ist ein führender Onlinehändler für Praxisbedarf und Medizintechnik in Deutschland und beliefert Ärzte, Therapeuten und Kliniken. Wir haben den gewachsenen OXID-Shop im laufenden Betrieb auf Shopware 6 migriert, an ERP, PIM und die Systeme von Praxisdienst angebunden und die B2B-Logik für den internationalen Handel umgesetzt. Kurz darauf folgte ein eigener B2C-Shop.

  • Migration eines gewachsenen OXID-Shops auf Shopware 6 im laufenden Betrieb

  • Zahlreiche individuelle Features, die aufeinander aufbauen und in fester Reihenfolge übernommen werden mussten

  • Lückenlose Übernahme von Kundenhistorie, Bestellungen, Einkaufslisten und Content

  • ERP-Anbindung mit Steuerlogik je Land und USt-ID-Prüfung für den internationalen B2B-Handel

Mobile Siriderma E-Commerce-Oberfläche mit der Produktseite für die Extra Sensitiv Creme zur Pflege empfindlicher Haut

Siriderma

Siriderma ist eine deutsche Marke für basische Hautpflegeprodukte, die sich auf hochverträgliche Formeln ohne Parfüm und Reizstoffe spezialisiert. Sie bietet Lösungen u. a. bei Neurodermitis, Psoriasis und Rosazea.

  • Beratungsintensive Produkte erfordern eine umfassende Kundenberatung

  • Bereitstellung detaillierter Informationen zu Inhaltsstoffen und Anwendung

  • Individuelle Empfehlungen basierend auf Hauttyp und medizinischen Bedürfnissen

  • Unterstützung der Kunden bei der Auswahl geeigneter Produkte

Mobile SKYLOTEC E-Commerce-Oberfläche mit einer Produktauflistung für Auffanggurte, einschließlich der Modelle „IGNITE SKYFIZZ“ und „IGNITE ION“ mit Preisangaben und technischen Kategoriedetails

Skylotec

Skylotec ist ein international tätiger Anbieter von Absturzsicherung, Kletter- und Sicherheitstechnik „Made in Germany“. Wir haben den Shop auf Shopware für zwei B2B-Kanäle und einen B2C-Kanal umgesetzt, in fünf Sprachen und für Märkte von Europa bis Australien. Angebunden sind ERP, PIM und ein Media Service, betrieben gemeinsam mit dem DevOps-Team von Skylotec.

  • Drei Vertriebskanäle, zwei B2B und ein B2C, mit eigener Preislogik in einem Shopware-Shop

  • Kundenindividuelle Preise über hunderte Kundengruppen, ohne die Performance zu bremsen

  • Datenmodelle von ERP (Business Central), PIM (novomind iPIM) und Media Service auf Shopware abbilden

  • B2B-Funktionen wie Angebotsanfrage (RFQ) und Schnellbestellung

  • Animiertes High-End-Frontend mit hoher Performance

Häufige Fragen zu Shopware

Die Community Edition ist Open Source unter MIT-Lizenz und kostenlos nutzbar. Kosten entstehen durch Hosting, Umsetzung, Erweiterungen und – bei den kostenpflichtigen Plänen – die Lizenz, deren Preis sich am Bruttowarenwert orientiert.

Benedikt, Director Partnership & Growth

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Benedikt Merl

Director Partnerships & Growth